Serhij Zhadan

Serhij Zhadan, geboren 1974 im ostukrainischen Gebiet Luhansk, ist ukrainischer Schriftsteller, Dichter und Übersetzer. Zhadan tritt außerdem als Organisator von Literatur- und Musik-Festivals in Erscheinung und verfasst Rocksong-Texte für die Band Sobaky w Kosmossi. Er studierte Germanistik und promovierte über den ukrainischen Futurismus. Zhadan wurde mehrfach ausgezeichnet unter anderem 2006 mit dem Hubert Burda Preis für junge Lyrik.

Auf Deutsch erschien 2012 „Die Erfindung des Jazz im Donbass“ (Suhrkamp, Berlin) wofür er 2006 mit dem Jan-Michalski-Literaturpreis und 2014 mit dem Brücke-Berlin-Preis ausgezeichnet wurde. Die BBC kürte das Werk zum Buch des Jahrzehnts. Zhadan war außerdem Aktivist der Orangen Revolution, einer Serie von Protesten, Demonstrationen und einem geplanten Generalstreik in der Ukraine. Seit der russischen Invasion in die Ukraine organisiert er Hilfsgüter und wirbt Spenden für Soforthilfen in Charkiw ein, wo er auch lebt. 2022 erhielt er den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. 

Foto: Oleksandr Osipov für KULTURAUSTAUSCH

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Renommierte Autorinnen und Autoren wie Serhij Zhadan, Fatou Diome, Liao Yiwu, Ibram X. Kendi oder Gioconda Belli kommen dabei ebenso zu Wort wie die Expertinnen und Experten des Alltags: von afghanischen Ärztinnen über Minenarbeiter in Kongo bis zu Rennfahrerinnen aus Katar.

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