Eine Reihe prominenter Inder, von Nargis bis Amitabh Bachchan, meinen, die filmische Darstellung der indischen Armut, besonders in Filmen mit ausländischem Publikum, sei wie das Waschen dreckiger Wäsche in der Öffentlichkeit oder das Publikmachen eines schrecklichen Familiengeheimnisses wie Inzest oder Kindesmissbrauch.
Jug Suraiya THE TIMES OF INDIA (Neu Delhi) vom 02.03.2009
Die ganze Debatte, ob Danny Boyle sich schuldig macht, „Armut auszubeuten” ist verlogen und nichtig. […] Das neue Indien hat sich schlicht daran gewöhnt, mit Begriffen wie Bangalore gekennzeichnet zu werden und nicht mit Bettlern. In unserer Selbstwahrnehmung sind wir die Heimat des outgesourcten Kapitals und nicht von Asiens größtem Slum.
Barkha Dutt in HINDUSTAN TIMES (Neu Delhi) vom 27.02.2009
Obwohl der Film von einem britischen Regisseur realisiert und von einer europäischen Firma finanziert wurde, sehen ihn viele hier zu Hause als einen indischen Film. […] Die Darsteller sind fast alle Inder. Entscheidender noch ist der Stil, der den Film durchdringt – eine merkwürdige Mixtur, die eine wahrhaft filmische Union zwischen Hollywood und Bollywood repräsentiert.
THE HINDU (Chennai) vom 24.02.2009
Schreibt Geschichten über uns, aber macht sie bunt und vielseitig und genauso übervoll wie die Facetten westlicher Kultur, die wir im Fernsehen, in Filmen und Büchern sehen. Liefert der Welt nicht nur einen flüchtigen Blick. Erzählt unsere Geschichte und macht daraus viele, viele Geschichten. Dunkle, gute, hässliche und erbauende.
Eudora Lynn in THE STAR (Petaling Jaya, Malaysia) vom 01.03.2009