Sprachenpolitik

von Gudrun Czekalla

Frauen, wie geht's? (Ausgabe IV/2007)


Woran liegt es, dass seit 1967 kein Student der Germanistik an den Universitäten der Elfenbeinküste promoviert hat? Mit welchen Schwierigkeiten haben die Studierenden des Faches Deutsch als Fremdsprache in Afrika zu kämpfen? Aus afrikanischer Sicht beschreibt der Politologe und Sprachwissenschaftler Bedi die Verbreitung des Deutschen in Schulen und Hochschulen Afrikas. Er kommt zu dem Schluss, dass die Germanistik einen Beitrag zur Lösung der gesellschaftlichen Herausforderungen leisten muss, die durch die Globalisierung entstanden sind. Dies könne nur durch die Vermittlung praktischen fachspezifischen Wissens erfolgen. Die Einführung von Computern in den Deutschunterricht und die Einbeziehung von TV- und Rundfunkberichten der Deutschen Welle und deutscher Zeitungen mit Unterstützung der Goethe-Institute könne die Attraktivität des Unterrichts von Deutsch als Fremdsprache deutlich steigern. Fraglich ist allerdings, ob dies auch politisch gewollt ist. Besorgt konstatiert der Autor nämlich eine „Scheu der Deutschen bei der Förderung ihrer Sprache im Ausland“ und bemängelt auch die Zurückhaltung Österreichs und der Schweiz. Dagegen könnte die Kooperation aller deutschsprachigen Länder auf diesem Gebiet viel bewegen.

Deutsch in Afrika. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Lasme Elvis Bedi. Hamburg: Verlag Dr. Kova?, 2006. 314, XLIV Seiten.



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